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brennholz
kunstort bunkerkirche, düsseldorf 2006

ausstellungsinstallation in den räumen des umgebauten hochbunkers
in düsseldorf heerdt.

von den ehemals vier etagen ist die kelleretage und der turm 
architektonisch noch wenig verändert: zwei parallele gänge mit
vier reihen kleinen zellen und der turm mit einer spiralförmigen rampe
über mehrere etagen, auf den 1952 ein glockenturm aufgesetzt wurde.

unterhalb dieses glockenturms befindet sich die namengebende arbeit.
4 kubikmeter brennholz das in der rampe aufgeschüttet ist wird im laufe
der ausstellung gespalten und in dem zentralen rundraum gestapelt; aus
dem betonraum wird ein holzraum.
 
der durch den rundraum enorm resonierende klang des holzspaltens
schallt wie glocken durch die ganze ausstellung und bildet ein rythmisches
grundgerüst in das weitere akustische arbeiten eingebettet sind.

die vier im zentrum gelegenen zellen sind mit klimamaschinen miteinander
verbunden und je nach konstellation (ob die warme abluft oder die
gekühlte luft eingeleitet wird) ergeben sich eine sehr kalte, zwei gemäßigte
(in denen sich die warme und die kalte luft jeweils neutralisiert) und eine
schwül heiße zelle, in der das im kühlprozess entstehende kondenswasser
wieder verdampft wird.
das tropfende wasser erzeugt auch eine weitere, viel feinere und nur in
kleinem umkreis zu hörende rythmische schicht und wird als gießwasser für
eine grosse geigen-feigen (ficus lyrata) wieder in den kreislauf eingebracht.

in den weiteren zellen befinden sich modelle, objekte, projektionen und
materialien in jeweils charakteristischer beleuchtung, die alle weitere
bezüge zur (im bunker auf das minimalste reduzierten) außen/lebenswelt
herstellen.


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